Kultur und Geschichte
Die Flüsse waren für Pelkosenniemi und Kemijärvi jahrhunderte lang wichtige Verkehrswege, auf denen sich die verschiedensten kulturellen Einflüsse weit verbreiten konnten. Über die Flüsse bestehen die Verbindungen nach Westen zur Ostsee, nach Norden zum Eismeer und nach Osten zum Weissen Meer und weiter zum Ladoga-See.
Im Krieg wurde ein grosser Teil der lappländischen Kulturgeschichte zerstört. Viele werden sich noch an jene Zeit erinnern, als die alten Stubenmöbel zu Saunaholz zersägt wurden und neuen Möbeln Platz machten. Die Kriege und die gesellschaftlichen Veränderungen haben auch hier zu tiefen Kulturabbrüchen geführt.
Man begann aber dennoch das alte hochnördliche Kulturerbe zu würdigen und es weiter zu vererben. Es ist eine reine Freude die restaurierten Häuser und die gepflegten Gärten und Höfe zu sehen.
Die Lage von Pelkosenniemi an der Kreuzung von drei grossen Flüssen hatte besondere Bedeutung bei der Besiedlung des Dorfes Lapinkylä nördlich der vom schwedischen König seinerzeit festgelegten Grenze Lapplands. Hier entstand aktives wirtschaftliches Leben und Pflege des baulichen Erbgutes bis hin zum Beginn des 20. Jahrhunderts, als nun Landwirtschaft und
Rentiergrosshaltung in den Dörfern zunahmen.
Kemijärvis Entwicklung vom Kirchdorf über den Marktflecken bis zur Stadt Kemijärvi war ein sehr wechselvoller Prozess, der sich zum Beispiel in der Baukultur der Innenstadt widerspiegelt. In ihrer Gesamtheit bilden Kemijärvi und Pelkosenniemi zusammen mit ihrer Umgebung ein reiches Kulturareal, wo die neue Kultur und die hochnordische und samische Kultur neben- und miteinander leben.